Neue Diagnostik als Schlüssel zur präzisen Therapie

Ein Beitrag von Dr. Jörn Borgert, Senior Scientist und Projektleiter Magnetic Particle Imaging (MPI), Philips Technologie GmbH Innovative Technologies

In der modernen Diagnostik ist ein vollständiges und patientenspezifisches Bild von krankheitsbezogenen Prozessen ein wichtiger Bestandteil. Eine präzise Quantifizierung dieser Prozesse ist daher eine wesentliche Anforderung an die Bildgebung in der klinischen Praxis, aber auch bei der Erforschung von neuen Diagnose- und Therapieansätzen. Bildgebungsverfahren wie PET, SPECT und MRT liefern schon heute quantitative und funktionale Daten über physiologische Prozesse im menschlichen Körper, die die anatomischen Bildinformationen aus der CT- oder MRT-Bildgebung sinnvoll ergänzen können. Weiterlesen

Morgens vier, mittags drei und abends fünf …

Ein Beitrag von Bettina am Orde, Geschäftsführerin, Knappschaft

Es ist schon paradox: Obwohl Ärzte überwiegend ältere Menschen behandeln, basieren aktuelle Therapieleitlinien in den allermeisten Fällen auf Untersuchungen an jüngeren Patienten, die nur an einer Erkrankung leiden. Ältere Menschen haben oft mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig. Daher eignen sie sich weniger für die „Laborsituation“ im Rahmen einer Studie. Weiterlesen

Mehr Klasse statt Masse im Krankenhaus

Ein Beitrag von Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Hand aufs Herz: Mit dem Prinzip „Masse vor Klasse“ lassen sich die Probleme in den Krankenhäusern nicht lösen. Vielmehr ist gerade die Masse das Problem: Sie treibt die Kliniken zunehmend in ein Hamsterrad. Und das läuft wie folgt: Viele Bundesländer kommen kaum noch ihren Investitionsverpflichtungen nach. Dadurch müssen sich die Kliniken stärker über ihre Leistungen finanzieren. Die kurzfristige Abhilfe wird jedoch schnell zum Bumerang. Dann nämlich, wenn viele Kliniken die gleiche Krankheitsgruppe behandeln und in der Folge uns die Vielzahl der Operationen medizinisch nicht erklärbar scheint. Weiterlesen

Fast die Hälfte der unerwünschten Arzneimittelereignisse sind vermeidbar. Wie kann die Patientensicherheit im Krankenhaus erhöht werden?

Ein Beitrag von Jürgen Bieberstein, Director Access Hospital, Pfizer Deutschland GmbH, Berlin

Fehler bei der Arzneimitteltherapie sind nach Infektionsgefahren für Patienten im Krankenhaus das größte Risiko. Dabei hat die Arzneimitteltherapie eine hohe Relevanz, da fast jeder Patient im Krankenhaus innerhalb seiner Therapie Medikamente erhält. Etwa 35% aller patientenschädigenden Ereignisse im Krankenhaus sind Fehler bei der Arzneimitteltherapie. Es stellt sich die Frage, wie  diese Fehler vermieden bzw. reduziert  werden können. Weiterlesen

Umdenken in Politik und Wirtschaft nötig- Potenziale chronisch Erkrankter besser nutzen

Ein Beitrag von Alexander Würfel, Geschäftsführer, AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG

Die Altersverteilung auf dem Arbeitsmarkt wird sich drastisch verschieben. Laut Demografiebericht der Bundesregierung werden 2030 knapp 29 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, 2060 bereits mehr als jeder Dritte. Das bedeutet auch mehr chronisch Erkrankte. Schon heute leidet rund ein Drittel der Erwerbsfähigen unter einer chronischen Krankheit – auch wichtige Fachkräfte. Unternehmen sind deshalb gezwungen, auf diese Entwicklung zu reagieren, wenn sie weiter erfolgreich wirtschaften wollen. Sie müssen es zur Chefsache machen, Lösungen für die Arbeitsfähigkeit chronisch kranker und älterer Mitarbeiter zu entwickeln. Weiterlesen

Diagnostik und Therapie im Einklang

Ein Beitrag von Dr. Heinz Riederer, Leiter Medizin & Gesundheitspolitik, Mitglied der Geschäftsführung,
Sanofi Deutschland und  Dr. Michael Meyer, Vice President Health Policy und National Account Management
der Siemens AG Healthcare, Deutschland

In diesem Jahr findet der Hauptstadtkongress nach 16 Jahren im neuen City Cube in Berlin statt. Den Wechsel der Location nehmen wir zum Anlass, um erstmals mit einem abgestimmten Standkonzept aufzutreten. Das übergeordnete Ziel ist es aufzuzeigen, wie Diagnostik und Therapie ineinander greifen. Eine gemeinsame Darstellung des Behandlungspfades erklärt patientengerecht alles Wissenswertes über verschiedene Krankheitsbilder, angefangen bei der Prävention und Vorsorge, über Therapie und Diagnostik bis hin zur Nachsorge. Weiterlesen

Die medizinische und pflegerische Qualität in Krankenhäusern ist in aller Munde

Ein Beitrag von Andreas Schlüter, Geschäftsführer, Klinikum Westfalen GmbH und Klinikum Vest GmbH

Steigende Qualität bei tendenziell sinkenden Erlösen, geht das? Die große Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2015 bei der Vergütung von Krankenhausbehandlungen Qualität in den Vordergrund zu stellen. Wir begrüßen diese Initiative grundsätzlich sehr. Denn Qualität hat schon immer und sollte auch zukünftig bei jeder medizinischen und pflegerischen Behandlung eine zentrale Rolle spielen.

Das gilt sowohl für die Prozessqualität als auch für die Outcome Parameter. Durch intensives Qualitätscontrolling, die Nutzung digitaler Prozesspfade wie auch intensiver Casemanagement-Strukturen und regelmäßiger Analysen der Patientenzufriedenheit ist es wichtig, Tag für Tag nachweisbare Qualitätsstandards zu erbringen. Aber Qualität kostet auch Geld.

Wir wünschen uns von der Politik, dass Qualitätsmessung mit dem Augenmaß der Bezahlbarkeit betrachtet wird und aus der Messung von Qualität nicht ein „Bürokratiemonster“ erwächst. Qualitätsparameter dürfen nicht dazu genutzt werden, die Erlössituation der Häuser noch zu verschlechtern. Im Gegenteil, wir erwarten Parameter zur Qualitätssteigerung, die finanziell vergütet werden. Weiterlesen

Companion Diagnostics – Königsweg in der modernen Medizin?

Ein Beitrag von Dr. Michael Meyer, Vice President Health Policy und National Account Management
der Siemens AG Healthcare, Deutschland

Personalisierte Medizin, noch vor Jahren nicht mehr als ein Schlagwort, rückt immer stärker in den Mittelpunkt versorgungszentrierter Diskussionen. Bereits seit geraumer Zeit untersuchen zahlreiche epidemiologische Studien die Häufigkeiten von Erkrankungen und deren Risikofaktoren. Die Gesundheit eines Menschen wird nicht allein durch eine Erkrankung bestimmt, hier wirken viele verschiedene Einflussfaktoren in einer sehr komplexen Art und Weise zusammen. Zu diesen Einflussfaktoren gehören berufliche und soziale Lebensumstände, gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen sowie eine Vielzahl von psychischen und körperlichen Funktionsstörungen und Erkrankungen. Die Personalisierung der Medizin strebt die Analyse dieser Einflussfaktoren an und sucht nach maßgeschneiderten und dadurch besonders wirkungsvollen und auch nebenwirkungsarmen Möglichkeiten der Prävention und Therapie.

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist allerdings die Verabreichung wirksamer Medikamente. Hier kommt „Companion Diagnostics“, zu Deutsch auch therapiebegleitende Diagnostik, ins Spiel.

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Ist bestmögliche Patientenversorgung im Krankenhaus mit innovativen Medizinprodukten bezahlbar?

Ein Beitrag von Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender P.E.G. eG München und Vorstandsvorsitzender BVBG e. V. Köln

Diese Frage ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Voraussetzung dafür ist es aber, dass eine ganzheitliche Kostenbetrachtung des Beschaffungs- und auch des Behandlungsprozesses vorgenommen wird. Die singuläre Preisbetrachtung von Medizinprodukten gibt nur ausschnitthaft wieder, ob ein Diagnose- oder Therapieverfahren wirtschaftlich, also mindestens im Rahmen der Kostenerstattung des DRG-Systems, erbracht wird. Weiterlesen

Mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie

Ein Beitrag von Dr. Georg Greve, Erster Direktor, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zum
Hauptstadtforum Gesundheitspolitik beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014.

Mangelnder Informationsfluss in der Patientenversorgung kann fatale Folgen haben! Insbesondere bei der stationären Aufnahme kommt es aufgrund fehlender Informationen zur ambulanten Arzneimitteltherapie und zu Vorerkrankungen des Patienten immer wieder zu vermeidbaren Risiken. Mehr als 25 Prozent aller Medikationsfehler im Krankenhaus gehen auf Fehler in der Medikationsanamnese zurück. Viele Patienten können nur unvollständige Angaben zu ihren Erkrankungen machen.

Um Krankenhäusern alle relevanten Daten eines Versicherten zum Aufnahmezeitpunkt zur Verfügung zu stellen, gibt es einen Service: die elektronischen Behandlungsinformation, kurz eBI. Weiterlesen