Schlagwort-Archiv: Gesundheitswirtschaft

20 Jahre Hauptstadtkongress – und alle sind dabei

Dr. Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker, Kongressleitung, WISO S. E. Consulting GmbH

1998 fand der erste Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit statt – in diesem Jahr ist Jubiläum.

Der Hauptstadtkongress feiert in diesem Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag. Die Veranstaltung hat sich binnen zweier Jahrzehnte enorm verändert – beispielsweise durch eine Verzehnfachung der Besucherzahlen auf jetzt über 8.000 Teilnehmer. Aber konzeptionell sind wir uns über zwanzig Jahre treu geblieben und haben den Markenkern erhalten. Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden drei Fachkongresse statt, hier treffen sich alle Berufsgruppen – auf Augenhöhe übrigens! Im Mittelpunkt standen von Anfang an Gesundheitspolitik und fachliche Fortbildung. Dieser Ansatz war so erfolgreich, dass nach dem Managementkongress für Krankenhäuser und dem Deutschen Ärzteforum schon im Jahr 2000 der Pflegekongress etabliert wurde. Weitere Berufsgruppen kamen dann mit ihren eigenen Programmteilen dazu, so etwa die Physiotherapeuten, die Fachärzte, die Apotheker und die Laborberufe. Weiterlesen

Die Zukunft der Gesundheit war in Berlin

Dr. Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker, Kongressleitung, WISO S. E. Consulting GmbH

Nach drei Tagen ist am vergangenen Freitag der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zu Ende gegangen. Die jährliche Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche, die bereits zum neunzehnten Mal stattfand, lockte deutlich mehr als 8.000 Teilnehmer in den Berliner CityCube. In rund 200 Einzelveranstaltungen diskutierten Spitzenpolitiker, Wissenschaftler und Vertreter aller Berufsgruppen der Gesundheitswirtschaft die Zukunft des Gesundheitswesens. Weiterlesen

Medizin 4.0 krempelt Krankenhäuser um

Prof. Heinz Lohmann

Prof. Heinz Lohmann, wissenschaftlicher Leiter, Krankenhaus Klinik Rehabilitation

Ein Beitrag von Prof. Heinz Lohmann, wissenschaftlicher Leiter des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation des Hauptstadtkongresses.

Menschen sind keine Autos!“ Dieser Schlachtruf begegnet ganz häufig innovativen Akteuren, die Methoden und Technologien aus anderen Branchen versuchen auf die Behandlungsprozesse zu übertragen. Damit wollen die Kritiker deutlich machen, dass die Individualität der Patienten ein standardisiertes Vorgehen weitgehend unmöglich macht und deshalb die Nutzung eines modernen Workflow-Managements in der Medizin nicht greift. Diese Annahme ist falsch. Vielmehr wird die überkommene Art und Weise Medizin zu machen, den Herausforderungen der Zukunft nicht gerecht. Jetzt müssen Erfahrungen aus anderen Branchen auf die Gesundheitswirtschaft übertragen werden. Weiterlesen

War for Talents

Der quantitative Ärztemangel ist virtuell – der qualitative Ärztemangel ist real

Prof. Dr. Axel Ekkernkamp

Prof. Dr. Axel Ekkernkamp
Wissenschaftlicher Leiter Deutsches Ärzteforum

Porsche, Mercedes, BMW – nicht nur der Automobilsektor, gleich der gesamte Maschinenbau klagt allerorten seit Jahren über einen Mangel an gut ausgebildeten Ingenieuren. Etwas mehr als 5.000 Ingenieure verlassen jährlich Deutschlands Fakultäten. China „wirft“ jedes Jahr weit über 100.000 neue Ingenieure auf den Markt. Deutschlands Automobilmarken sind gleichwohl weiterhin Exportweltmeister  – unter anderem auch deshalb, weil die Ausbildungsqualität der deutschen Ingenieure anerkannt ist und viele  kluge Köpfe  weiterhin von der Automobilbranche angezogen  werden. Anders in den USA: Dort sinkt der Stern der Automobilwirtschaft.  Vor allem, weil  im Land der Pioniere sich im „War for Talents“ die klugen Köpfe für Firmen wie Apple, Google  und Microsoft entscheiden oder gleich selbst ein Start Up im Silicon Valley gründen, wofür Investoren Millarden Dollar zur Verfügung stellen.

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Marktbereinigung ist kein Unglück

„Warum nicht ruhig mal ein Konkurs?“

Die vorgehaltene Hand war gestern. Inzwischen zwitschert es von allen Dächern: Es gibt zu viele Krankenhäuser in Deutschland. Wenn eine Gießkanne, in der Jahr für Jahr weniger Wasser ist, immer die gleiche Zahl Blumen bewässern soll, kann das nicht klappen. Irgendwann vertrocknen alle Pflanzen. Da hilft nur gezieltes Bewässern. Das ist bei Kliniken auch nicht anders.

Heinz Lohmann

Prof. Heinz Lohmann Wissenschaftlicher Leiter Krankenhaus Klinik Rehabilitation

Die Produktivität in deutschen Krankenhäusern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In der Folge können in den gleichen Kapazitäten immer mehr Patienten behandelt werden. Darin liegt die große Chance, überflüssige Angebote vom Markt zu nehmen. Nur, wer soll das tun? Solange sich keine Landräte freiwillig melden und „ihre“ Krankenhäuser zur Streichung vorschlagen, wird es schwierig. Die Krankenhausplanung der Länder hat längst die Segel gestrichen. Gesundheitsminister zu sein, ist ohnehin nicht Vergnügungssteuer pflichtig. Was nun?

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