Schlagwort-Archiv: Qualität

Knapp zwei Jahrzehnte Integrierte Versorgung bei der KNAPPSCHAFT– vom Modellprojekt zum Vorzeigemodell?

Bettina am Orde, Geschäftsführerin KNAPPSCHAFT

Ein Beitrag von Bettina am Orde, Geschäftsführerin KNAPPSCHAFT.

Gibt man bei Google die Begriffe „Integrierte Versorgung“ ein, landet man schnell bei einem Artikel, der diese als „Idee einer neuen sektorenübergreifenden Versorgungsform im Gesundheitswesen“ beschreibt,  die „eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen und Sektoren (Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser)“ fördert, „um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitskosten zu senken“ Weiterlesen

20 Jahre Hauptstadtkongress – und alle sind dabei

Dr. Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker, Kongressleitung, WISO S. E. Consulting GmbH

1998 fand der erste Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit statt – in diesem Jahr ist Jubiläum.

Der Hauptstadtkongress feiert in diesem Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag. Die Veranstaltung hat sich binnen zweier Jahrzehnte enorm verändert – beispielsweise durch eine Verzehnfachung der Besucherzahlen auf jetzt über 8.000 Teilnehmer. Aber konzeptionell sind wir uns über zwanzig Jahre treu geblieben und haben den Markenkern erhalten. Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden drei Fachkongresse statt, hier treffen sich alle Berufsgruppen – auf Augenhöhe übrigens! Im Mittelpunkt standen von Anfang an Gesundheitspolitik und fachliche Fortbildung. Dieser Ansatz war so erfolgreich, dass nach dem Managementkongress für Krankenhäuser und dem Deutschen Ärzteforum schon im Jahr 2000 der Pflegekongress etabliert wurde. Weitere Berufsgruppen kamen dann mit ihren eigenen Programmteilen dazu, so etwa die Physiotherapeuten, die Fachärzte, die Apotheker und die Laborberufe. Weiterlesen

Sektorenübergreifende Versorgung: Wohin, wenn die OP-Wunde nicht heilt?

Ulrike Elsner

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende, Verband der Ersatzkassen e. V.

Ein Beitrag von Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek).

Aus dem Krankenhaus entlassen, doch die OP-Wunde schmerzt plötzlich ungewöhnlich stark – und nun? Wer versorgt mich jetzt optimal? Mein Hausarzt? Der Facharzt? Oder muss ich zurück in die Klinik? Viele Patienten wissen in solchen Fällen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Die Gründe sind zahlreich: mangelnde Abstimmungen zwischen ambulantem und stationärem Bereich, Parallelstrukturen bei der Versorgung, unklare Abgrenzungen – etwa im Bereich der teilstationären oder ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Besonders für Patienten mit Krebs oder seltenen Erkrankungen eine unhaltbare Situation: Weiterlesen

Qualitätssicherung ist kein Sparschwein

Dr. Rainer Norden

Dr. Rainer Norden, Vorstand, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Ein Beitrag von Dr. Rainer Norden, Vorstand v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel.

Die Qualität in den Mittelpunkt einer Gesundheitsreform zu stellen, wäre mit Blick auf die vergangenen Reformen fast schon revolutionär gut. Aber hier besteht die Gefahr, das Rationalisierungsüberlegungen in der Gesundheitspolitik unter dem Deckmantel  der Qualität verkauft werden. Weiterlesen

Hauptstadtkongress 2014: Gelungene Premiere im CityCube

Dr. Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker Kongressleitung, Geschäftsführende Gesellschafterin WISO S.E. Consulting GmbH

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit hat auch in diesem Jahr alle Erwartungen erfüllt. Wieder ist es gelungen, allen Berufsgruppen des Gesundheitswesens, darunter Klinikmanager, Gesundheitsunternehmer, Wissenschaftler, Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, aber auch Vertreter von Politik, Verbänden und Krankenkassen eine einmalige Diskussionsplattform zu bieten. Damit bestätigt der Hauptstadtkongress erneut seine Bedeutung als das Branchenereignis des Jahres.
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Mehr Klasse statt Masse im Krankenhaus

Ein Beitrag von Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Hand aufs Herz: Mit dem Prinzip „Masse vor Klasse“ lassen sich die Probleme in den Krankenhäusern nicht lösen. Vielmehr ist gerade die Masse das Problem: Sie treibt die Kliniken zunehmend in ein Hamsterrad. Und das läuft wie folgt: Viele Bundesländer kommen kaum noch ihren Investitionsverpflichtungen nach. Dadurch müssen sich die Kliniken stärker über ihre Leistungen finanzieren. Die kurzfristige Abhilfe wird jedoch schnell zum Bumerang. Dann nämlich, wenn viele Kliniken die gleiche Krankheitsgruppe behandeln und in der Folge uns die Vielzahl der Operationen medizinisch nicht erklärbar scheint. Weiterlesen

Die medizinische und pflegerische Qualität in Krankenhäusern ist in aller Munde

Ein Beitrag von Andreas Schlüter, Geschäftsführer, Klinikum Westfalen GmbH und Klinikum Vest GmbH

Steigende Qualität bei tendenziell sinkenden Erlösen, geht das? Die große Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2015 bei der Vergütung von Krankenhausbehandlungen Qualität in den Vordergrund zu stellen. Wir begrüßen diese Initiative grundsätzlich sehr. Denn Qualität hat schon immer und sollte auch zukünftig bei jeder medizinischen und pflegerischen Behandlung eine zentrale Rolle spielen.

Das gilt sowohl für die Prozessqualität als auch für die Outcome Parameter. Durch intensives Qualitätscontrolling, die Nutzung digitaler Prozesspfade wie auch intensiver Casemanagement-Strukturen und regelmäßiger Analysen der Patientenzufriedenheit ist es wichtig, Tag für Tag nachweisbare Qualitätsstandards zu erbringen. Aber Qualität kostet auch Geld.

Wir wünschen uns von der Politik, dass Qualitätsmessung mit dem Augenmaß der Bezahlbarkeit betrachtet wird und aus der Messung von Qualität nicht ein „Bürokratiemonster“ erwächst. Qualitätsparameter dürfen nicht dazu genutzt werden, die Erlössituation der Häuser noch zu verschlechtern. Im Gegenteil, wir erwarten Parameter zur Qualitätssteigerung, die finanziell vergütet werden. Weiterlesen

Bedeutung der Versorgungsforschung wird weiter wachsen

Ein Beitrag von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) sowie Geschäftsführer von MedInform – Seminar- und Informations-Service Medizintechnologie zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014.

Die Bedeutung der Versorgungsforschung wird durch die zunehmende Vielfalt an Leistungen und den Kostendruck im Gesundheitsmarkt weiter steigen. Versorgungsforschung bietet die Chance, die Bedeutung der Medizintechnologien für das Gesundheitssystem unter Alltagsbedingungen sichtbar zu machen.

Im Gegensatz zur Klinischen Forschung mit Medizintechnologien ist es das Ziel der Versorgungsforschung, die Qualität und den Nutzen von Therapien der Medizintechnologie für Patienten und Anwender in der täglichen Praxis darzustellen. Versorgungsforschung muss sich am Bedarf der Patienten und Anwender orientieren, den Ist-Zustand analysieren und mit dem Soll-Zustand vergleichen. Weiterlesen