Alle Beiträge von Diana Kleine

Ist bestmögliche Patientenversorgung im Krankenhaus mit innovativen Medizinprodukten bezahlbar?

Ein Beitrag von Anton J. Schmidt, Vorstandsvorsitzender P.E.G. eG München und Vorstandsvorsitzender BVBG e. V. Köln

Diese Frage ist eindeutig mit „Ja“ zu beantworten. Voraussetzung dafür ist es aber, dass eine ganzheitliche Kostenbetrachtung des Beschaffungs- und auch des Behandlungsprozesses vorgenommen wird. Die singuläre Preisbetrachtung von Medizinprodukten gibt nur ausschnitthaft wieder, ob ein Diagnose- oder Therapieverfahren wirtschaftlich, also mindestens im Rahmen der Kostenerstattung des DRG-Systems, erbracht wird. Weiterlesen

Mehr Sicherheit in der Arzneimitteltherapie

Ein Beitrag von Dr. Georg Greve, Erster Direktor, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zum
Hauptstadtforum Gesundheitspolitik beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014.

Mangelnder Informationsfluss in der Patientenversorgung kann fatale Folgen haben! Insbesondere bei der stationären Aufnahme kommt es aufgrund fehlender Informationen zur ambulanten Arzneimitteltherapie und zu Vorerkrankungen des Patienten immer wieder zu vermeidbaren Risiken. Mehr als 25 Prozent aller Medikationsfehler im Krankenhaus gehen auf Fehler in der Medikationsanamnese zurück. Viele Patienten können nur unvollständige Angaben zu ihren Erkrankungen machen.

Um Krankenhäusern alle relevanten Daten eines Versicherten zum Aufnahmezeitpunkt zur Verfügung zu stellen, gibt es einen Service: die elektronischen Behandlungsinformation, kurz eBI. Weiterlesen

Bedeutung der Versorgungsforschung wird weiter wachsen

Ein Beitrag von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) sowie Geschäftsführer von MedInform – Seminar- und Informations-Service Medizintechnologie zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014.

Die Bedeutung der Versorgungsforschung wird durch die zunehmende Vielfalt an Leistungen und den Kostendruck im Gesundheitsmarkt weiter steigen. Versorgungsforschung bietet die Chance, die Bedeutung der Medizintechnologien für das Gesundheitssystem unter Alltagsbedingungen sichtbar zu machen.

Im Gegensatz zur Klinischen Forschung mit Medizintechnologien ist es das Ziel der Versorgungsforschung, die Qualität und den Nutzen von Therapien der Medizintechnologie für Patienten und Anwender in der täglichen Praxis darzustellen. Versorgungsforschung muss sich am Bedarf der Patienten und Anwender orientieren, den Ist-Zustand analysieren und mit dem Soll-Zustand vergleichen. Weiterlesen

Hat das (stationäre) Pflegeheim noch eine Zukunft?

Dr. Uwe K. Preusker

Dr. Uwe K. Preusker, Wissenschaftlicher Leiter Deutscher Pflegekongress

Der Trend in der Altenhilfe ist eindeutig: Ambulant vor stationär – die jüngste Pflegereform hat diesen Weg nachhaltig verfestigt! Doch wird das stationäre Pflegeheim  – oder besser: die stationäre Versorgung schwer und schwerst Pflegebedürftiger– tatsächlich überflüssig, wie es so mancher Branchenkenner vorhersagt? Die Antwort ist ebenso klar: Nein!

Warum? Weil diejenigen Bewohner, die heute in eine stationäre Einrichtung kommen, so schwer bzw. schwerst pflegebedürftig und darüber hinaus in der großen Zahl der Fälle noch schwer dement sind, sodass für sie in den allermeisten Fällen eine andere als die vollstationäre Betreuung nicht möglich ist! Und dieser Trend wird sich nicht nur fortsetzen – er wird sich noch verstärken! Dazu gehört auch, dass die Verweildauer in vollstationären Einrichtungen kontinuierlich sinkt und mittlerweile eher bei sechs Monaten als darüber liegt.

Was bedeutet das? Nötig sind verschiedenste Angebote für die höchst unterschiedlichen Bedürfnisse der zu Pflegenden: Vom leicht Pflegebedürftigen, der am liebsten in den eigenen vier Wänden von Angehörigen oder ambulanten Pflegediensten versorgt wird, über die Wohngemeinschaften und andere neue Wohnformen bis hin zur stationären Einrichtung, die ebenfalls für unterschiedliche Bedürfnisse ausgestattet sein muss! Bedarf wird für all diese unterschiedlichen Versorgungsformen sein – und gefördert werden sollen sie ebenfalls alle! Denn dann wird es auch in Zukunft eine an den Bedürfnissen der zu Pflegenden orientierte bunte Landschaft von Pflege-Angeboten geben!

Ihr Dr. Uwe K. Preusker