Bessere Infektionsprävention: Haben wir uns an Infektionen gewöhnt, oder ist eine Zielvorgabe realistisch?

Delia Strunz

Delia Strunz, Director Government Affairs & Policy Germany, Johnson & Johnson

Ein Beitrag von Delia Strunz, MBA, Director Government Affairs & Policy Germany, Johnson & Johnson.

Aktuelle Angaben der europäischen Punkt Prävalenz-Studie zur Anzahl nosokomialer Infektionen zeigen, dass sich an der Situation in Deutschland nicht viel geändert hat. Die seit Jahren zitierten 400.000–600.000 Infektionen p.a. sind weiter Stand der Dinge, obwohl inzwischen einige Maßnahmen für besseren Infektionsschutz beschlossen und umgesetzt worden sind – für die von Infektionen betroffenen Patienten ist dies belastend. Aber nicht nur für sie: Die behandelnden Einrichtungen müssen sich zudem mit den finanziellen Auswirkungen der Behandlung von Infektionen auseinandersetzen. Grund genug darüber nachzudenken, ob nicht klare Zielvorgaben bezüglich der Senkung der Anzahl nosokomialer Infektionen in Deutschland nötig sind. Tatsächlich muss der Einfluss patientenbezogener Faktoren wie chronische Krankheiten, höheres Lebensalter sowie die Art der Behandlung bei der Entstehung von Infektionen berücksichtigt werden. Darum sind nicht alle nosokomialen Infektionen vermeidbar. Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass medizinische Interventionen immer auch mit konsequentem Infektionsschutz einhergehen.

Warum besserer Infektionsschutz in Deutschland wichtig ist und welche Maßnahmen dafür erforderlich sind, diskutieren am Donnerstag, dem 23. Mai 2019, von 11:30 – 13:00 Uhr:

  • Martin Egerth, Sr. Human Factors Expert, Lufthansa Aviation Training Germany GmbH
  • Arne Trumann, Deutsche Sepsis-Hilfe
  • Dr. Claudia Hübner, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im EARN-Projekt, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement (Greifswald)
  • Dr. Ilona Köster-Steinebach, Geschäftsführerin Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS)
  • Thomas Isenberg, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

mit Dr. Nikolai Spranger, Ärztlicher Leiter Abteilung für Septische und Rekonstruktive Chirurgie, Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Unfallkrankenhaus Berlin, moderiert von Delia Strunz.

 

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