Die Belastung junger Beschäftigter in Kliniken gehört auf die Agenda

Ein Beitrag von Prof. Dr. Albert Nienhaus, unter anderem Forschungsbeauftragter der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Um Krankenhäuser langfristig funktionsfähig zu halten, ist neben vielen anderen Faktoren die Situation junger Beschäftigter entscheidend. Wer in der Zukunft noch lange Leistung erzielen soll, darf nicht in der Gegenwart überfordert werden. In diesem Zusammenhang hat die psychische Belastung junger Angestellter eine besondere Bedeutung.

Voraussetzung für eine fundierte Diskussion über die Situation junger Beschäftigter ist ein differenzierterer Blick auf Belastungsvariablen: Auf welchen Stationen von Kliniken machen das Arbeitstempo oder Work-Privacy-Konflikte dem Personal besonders zu schaffen? Was ist tatsächlich dran an der vielzitierten Zunahme von verbaler und körperlicher Aggression durch Patientinnen und Patienten?

Belastungen sind potenzielle Ursachen – Beanspruchungen die daraus folgende Wirkung. Hier geht es darum herauszufinden, in welchen Arbeitsbereichen eines Krankenhauses Gedanken an die Berufsaufgabe besonders verbreitet sind. Wo ist das Burnout-Risiko am höchsten?

Antworten bietet nun eine Studie, initiiert von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und durchgeführt durch das CVcare/ Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Kooperation mit verschiedenen Berufsverbänden. Neben einer Situationsbeschreibung zeigt die Untersuchung auch, was sich Beschäftigte wünschen: Etwa eine Verringerung des Dokumentationsaufwands oder eine leistungsgerechte Bezahlung.

Nutzen Sie auf dem Hauptstadtkongress die Gelegenheit, mehr über die Ergebnisse der Befragung junger Angestellter in Krankenhäusern zu erfahren – und Lösungsansätze zu diskutieren:

Kosmos Krankenhaus – wie geht´s dem Nachwuchs?
Donnerstag, 07. Juni 2018, 10.45 bis 11.15 Uhr, Speaker’s Corner der apoBank.

Junge Beschäftigte im Krankenhaus“ im Rahmen des Deutschen Ärzteforums am Donnerstag, 07. Juni 2018, 11.30 bis 13.00 Uhr

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