Digitale Innovationen im Gesundheitswesen. Gibt es eine Priorität: Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb oder Patientenwohl?

Christiane Vössing

Christiane Vössing, Leiterin Versorgungsmanagement in der Abteilung Vertrags- und Versorgungsmanagement, KNAPPSCHAFT

Ein Beitrag von Christiane Vössing, Leiterin Versorgungsmanagement in der Abteilung Vertrags- und Versorgungsmanagement, KNAPPSCHAFT.

Die Digitalisierung ist ein zentraler Bestandteil zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems. Daran zweifelt heute kaum noch jemand. Auch in einer stark regulierten Branche wie dieser, erwacht die digitale Transformation mehr und mehr zum Leben.

Die disruptiven Entwicklungen haben auch die Krankenversicherungen erreicht, nicht zuletzt aufgrund veränderter Anforderungen der Kunden und gesundheitspolitischer Vorgaben. Gesundheits-Apps, elektronische Gesundheitsakte (eGA), elektronische Patientenakten (ePA) und Telemedizin aber auch Big Data und Künstliche Intelligenz (KI) sind Themen, mit denen sich die Branche intensiv befasst. Immer öfter ist die Rede von digitalen Innovationen.

Dabei muss die Frage gestattet sein, ob wirklich überall wo „digital“ draufsteht auch „Innovation“ mit echtem Mehrwert drinsteckt. Zweifellos bieten digitale Anwendungen und Kommunikationswege großes Potenzial, um sowohl die Patientensouveränität als auch die Versorgungsqualität und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu optimieren. Die Auswirkungen der Digitalisierung haben dabei großen Einfluss auf das aktuelle Rollenverständnis im Gesundheitssystem – für Patientinnen und Patienten, Leistungserbringer und Krankenkassen ebenso wie für Forschung, Wirtschaft und Politik.

Mit Spannung haben wir den Referentenentwurf des Digitale-Versorgungs-Gesetzes erwartet und freuen uns, dass wir viele der Herausforderungen dort adressiert sehen. Die Konflikte zwischen dem stark normierten System der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Agilität der digitalen Transformation sind erkannt und so können wir beginnen, Lösungen zu erarbeiten.

Wie das gelingen kann und was dabei Priorität hat – Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb oder Patientenwohl – diskutiere ich am Mittwoch, 22. Mai 2019 von 14:30 bis 16:00 Uhr mit:

  • Christian Klose, Ständiger Vertreter der Abteilung Digitalisierung und Innovation im Bundesministerium für Gesundheit,
  • Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts,
  • Dr. Stefan Biesdorf, Leiter der Digital Practice Pharma & Healthcare in Europa sowie Partner von McKinsey & Company, Inc.; Mitglied von Digital McKinsey in Deutschland
  • Dr. Wolfgang Matz, Vorsitzender des Vorstands der Kaufmännischen Krankenkasse

Moderatorin: Petra Schwarz

Seien Sie dabei – wir freuen uns auf einen interessanten Austausch.

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