Gut für Kliniken: Interprofessionelle Zusammenarbeit fokussieren

Ralf Köhnlein

Ralf Köhnlein, BGW

Ein Beitrag von Ralf Köhnlein, Koordinator für gesundheitspolitische Kooperationen, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) .

Eine zunehmende Herausforderung unter den Arbeitsbedingungen in deutschen Kliniken ist die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen pflegendem und ärztlichem Personal. Die Arbeitszufriedenheit beider Gruppen wird auch durch ein gutes Verhältnis verbessert. Deshalb sollte die Kooperation zwischen den Berufsgruppen – neben anderen Faktoren – stärker in den Fokus rücken.

Wenn es um die Arbeitsbeziehungen der verschiedenen Berufsgruppen unter einem Klinikdach nicht zum Besten steht, kann dies Stress verursachen. Hinzu kommen viele weitere Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren wie Gewalterfahrungen, ein Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung und andere.

Warum also nicht die Faktoren in den Blick nehmen, bei denen gezielte Maßnahmen auch tatsächlich etwas bewirken? Bei Themen wie Interprofessionalität, Zusammenarbeit, Führung oder Zeitmanagement – den sogenannten Human Factors – gibt es mancherorts Verbesserungspotenzial.

Neben der Verringerung von Arbeitsverdichtung und Dokumentationspflichten ist die Verbesserung der Kooperation der verschiedenen Berufsgruppen ein Thema, bei dem junge Ärztinnen und Ärzte Optimierungsbedarf sehen. Dies bestätigt eine Befragung von mehr als 800 Medizinerinnen und Medizinern im Auftrag der der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Was können Verantwortliche konkret unternehmen?

Dies wird bei einer Veranstaltung im Rahmen des „Deutschen Ärzteforums“ diskutiert. Die Session „Die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Medizin – Praktische Einblicke in die Umsetzung – Interprofessionelle Zusammenarbeit“ findet am Mittwoch, 22. Mai 2019, von 11.30 – 13 Uhr statt.

Unter anderem geht es dabei um ein Referenzbeispiel zur Verbesserung der interprofessionellen Kooperation an der BG Klinik Ludwigshafen und Tübingen: Dort lernen Krankenhausbeschäftigte von Profis aus der Luftfahrt, bei denen Vertrauen, schnelle Entscheidungen und das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Disziplinen lebenswichtig sind.
Mitwirkende:

  • Dr. Kevin Schulte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Sprecher des Bündnis JUNGE ÄRZTE sowie der außerordentlichen Mitglieder des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V.
  • Erhard Weiß, Leiter der Prävention der BGW Karlsruhe, Beauftragter für gesundheitspolitische Kooperationen
  • Martin Egerth, Manager Human Factors Training, Lufthansa Aviation Training Germany
  • Dr. Matthias Münzberg, Interpersonal Competence Trainer, Bereichsleiter Medizin BG Klinik Ludwigshafen und Tübingen
  • Prof. Ekkernkamp , BG Klinik Berlin
  • Max Zilezinski, DBfK, Gesundheits- und Krankenpfleger (RbP), Berlin

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