E-Health-Gesetz: Fortschritt oder vertane Chance?

Ein Beitrag von Rainer Herzog zum eHealth Summit Germany beim Hauptstadtkongress 2015.

Rainer Herzog

Rainer Herzog, General Manager, HIMSS Europe GmbH

Sobald der Entwurf eines neuen Gesetzes veröffentlicht wird, melden sich Interessengruppen zu Wort. Häufig kritisch. Dies ist gewohnte demokratische Praxis. Kein Gesetz kann alle – oft widerstreitende – Wünsche erfüllen.

Doch der Referentenentwurf zum lange ersehnten E-Health-Gesetz enttäuscht über diesen kritischen Reflex hinaus – und scheitert in der vorliegenden Form am Grundsätzlichen: Einen einheitlichen Rahmen und eine tragfähigen Strategie für den Medizinstandort Deutschland zu entwickeln. Weiterlesen

Das neue Präventionsgesetz aus Sicht der Rentenversicherung – muss die Praxis neu gedacht werden?

Ein Beitrag von Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Gundula Roßbach

Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund (Foto:L.Chaperon/DRVBund)

Die Deutsche Rentenversicherung Bund positioniert sich beim Thema Prävention. Auf dem Hauptstadtkongress stellt sie ihre Präventionsstrategie vor. Diskutieren Sie hier im Blog.

Warum engagiert sich die Rentenversicherung im Bereich der Prävention? Weiterlesen

Kann ein IT-basiertes AMTS – Systeme die Patientensicherheit im Krankenhaus erhöhen?

Ein Beitrag von Jürgen Bieberstein, Director Access Hospital, Pfizer Deutschland GmbH, Berlin.

Jürgen Bieberstein

Jürgen Bieberstein
Director Access Hospital der Pfizer Deutschland GmbH, Berlin

Fehler bei der Arzneimitteltherapie sind nach Infektionsgefahren für Patienten im Krankenhaus das größte Risiko. Dabei hat die Arzneimitteltherapie eine hohe Relevanz, da fast jeder Patient im Krankenhaus innerhalb seiner Therapie Medikamente erhält. Etwa 35% aller patientenschädigenden Ereignisse im Krankenhaus sind Fehler bei der Arzneimitteltherapie.

Hinzu kommt, dass in den Industriestaaten, laut WHO, bis zu 10% aller Krankenhausaufnahmen auf unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen zurück zu führen sind. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schätzt, dass rund 300.000 Krankenhausaufenthalte pro Jahr durch Wechselwirkungen von Arzneimitteln bedingt sind.

Es stellt sich die Frage, wie diese Fehler vermieden bzw. reduziert werden können. Weiterlesen

Nutzenbewertung von Medizinprodukten muss sachgerecht sein

Ein Beitrag von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied BVMed.

Joachim M. Schmitt

Joachim M. Schmitt              Geschäftsführer und Vorstandsmitglied, BVMed

Nutzenbewertung ist aus Sicht der Industrie richtig und  wichtig. Was wir brauchen, ist eine sachgerechte Nutzenbewertung.

Die im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz vorgesehene Regelung zur „Bewertung neuer Untersuchungs-und Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse (§ 137 h)“ ist aber aus unserer Sicht entbehrlich. Weiterlesen

Notwendige Daseinsvorsorge oder teure Sozialromantik: Brauchen wir öffentliche Krankenhäuser?

Ein Beitrag von Prof. Heinz Lohmann  zum Managementkongress KKR beim Hauptstadtkongress 2015.

Heinz Lohmann

Prof. Heinz Lohmann           Wissenschaftlicher Leiter Krankenhaus Klinik           Rehabilitation

Brauchen wir öffentliche Krankenhäuser? Sie werden immer weniger. Dafür wächst der Anteil der privaten Kliniken. Öffentliche Krankenhäuser sind auf der Verliererstraße. Den Unterschied machen nicht die Ärzte, die Krankenpflegekräfte oder die Manager aus, sondern die Gesellschafter. Politiker stehen bei notwendigen Veränderungen häufig auf der Bremse. Weiterlesen

Adäquate Personalbesetzung in der Pflege – Lösung durch / mit Mindestquoten!?

Ein Beitrag von Hedi François-Kettner zum Pflegekongress beim Hauptstadtkongress 2015.

Hedwig Francois-Kettner

Hedwig François-Kettner
Wissenschaftliche Leiterin Deutscher Pflegekongress

Was ist das richtige Maß, die richtige Besetzung im Pflegedienst der Kliniken, der Pflegeheime und der Ambulanten Bereiche?

In Deutschland hat in den vergangenen Jahren eine Stellenreduktion in exorbitantem Umfang insbesondere bei den Pflege- und Funktionsdiensten trotz stetiger pflegerischer Leistungssteigerungen stattgefunden. Damit einhergehen Qualitätsverluste bis hin zur Gefährdung der Patientensicherheit, wie durch Studien belegt wird. Inzwischen rangieren wir im internationalen Vergleich auf den letzten Rängen. Weiterlesen

Hauptstadtkongress 2014: Gelungene Premiere im CityCube

Dr. Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker Kongressleitung, Geschäftsführende Gesellschafterin WISO S.E. Consulting GmbH

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit hat auch in diesem Jahr alle Erwartungen erfüllt. Wieder ist es gelungen, allen Berufsgruppen des Gesundheitswesens, darunter Klinikmanager, Gesundheitsunternehmer, Wissenschaftler, Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, aber auch Vertreter von Politik, Verbänden und Krankenkassen eine einmalige Diskussionsplattform zu bieten. Damit bestätigt der Hauptstadtkongress erneut seine Bedeutung als das Branchenereignis des Jahres.
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Neue Diagnostik als Schlüssel zur präzisen Therapie

Ein Beitrag von Dr. Jörn Borgert, Senior Scientist und Projektleiter Magnetic Particle Imaging (MPI), Philips Technologie GmbH Innovative Technologies

In der modernen Diagnostik ist ein vollständiges und patientenspezifisches Bild von krankheitsbezogenen Prozessen ein wichtiger Bestandteil. Eine präzise Quantifizierung dieser Prozesse ist daher eine wesentliche Anforderung an die Bildgebung in der klinischen Praxis, aber auch bei der Erforschung von neuen Diagnose- und Therapieansätzen. Bildgebungsverfahren wie PET, SPECT und MRT liefern schon heute quantitative und funktionale Daten über physiologische Prozesse im menschlichen Körper, die die anatomischen Bildinformationen aus der CT- oder MRT-Bildgebung sinnvoll ergänzen können. Weiterlesen

Morgens vier, mittags drei und abends fünf …

Ein Beitrag von Bettina am Orde, Geschäftsführerin, Knappschaft

Es ist schon paradox: Obwohl Ärzte überwiegend ältere Menschen behandeln, basieren aktuelle Therapieleitlinien in den allermeisten Fällen auf Untersuchungen an jüngeren Patienten, die nur an einer Erkrankung leiden. Ältere Menschen haben oft mehrere chronische Erkrankungen gleichzeitig. Daher eignen sie sich weniger für die „Laborsituation“ im Rahmen einer Studie. Weiterlesen

Mehr Klasse statt Masse im Krankenhaus

Ein Beitrag von Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Hand aufs Herz: Mit dem Prinzip „Masse vor Klasse“ lassen sich die Probleme in den Krankenhäusern nicht lösen. Vielmehr ist gerade die Masse das Problem: Sie treibt die Kliniken zunehmend in ein Hamsterrad. Und das läuft wie folgt: Viele Bundesländer kommen kaum noch ihren Investitionsverpflichtungen nach. Dadurch müssen sich die Kliniken stärker über ihre Leistungen finanzieren. Die kurzfristige Abhilfe wird jedoch schnell zum Bumerang. Dann nämlich, wenn viele Kliniken die gleiche Krankheitsgruppe behandeln und in der Folge uns die Vielzahl der Operationen medizinisch nicht erklärbar scheint. Weiterlesen

Das bedeutendste Treffen der deutschen Gesundheitsbranche hat nun auch seinen virtuellen Raum.