PRO-Pflege – nicht nur darüber reden, sondern machen!

Hedwig François-Kettner
Wissenschaftliche Leiterin Deutscher Pflegekongress

Ein Beitrag von Hedwig François-Kettner, Wissenschaftliche Leiterin Pflegekongress.

Wie ernst und konsequent ist die Konzentration auf die Pflegeprofession und deren Verbesserungen im Arbeitsalltag seitens der Akteure? Und wie gelingt ein echter Wurf? In der Praxis werden die zahlreichen Bemühungen bisher nicht wesentlich bemerkt!

Der formulierte Schwerpunkt beim Hauptstadtkongress ist nicht wirklich neu, aber noch nie in den vergangenen Jahren haben so viele Bekenntnisse PRO-Pflege vorgelegen. In der Langzeitpflege, in den Kliniken und bei den ambulanten Pflegediensten fehlen bundesweit Pflegefachkräfte. Der Arbeitsalltag hat sich trotz vieler angelaufener Maßnahmen bisher nicht wahrnehmbar positiv verändert.

Was getan werden muss, darüber sind sich die meisten einig:

  • Generalisierte Ausbildungen anpassen und erweitern
  • Studiengänge und Qualifizierungen überprüfen und ausweiten (10-20 % Studienabgänger für die Praxis sind seit Jahren vom Sachverständigenrat im Gesundheitswesen empfohlen)
  • Anwendung eines wirksamen Personalmanagement mit Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung
  • Innovative Versorgungskonzepte mit fachlich überzeugenden Digitalisierungsangeboten verbinden
  • Pflegerekrutierung aus dem Ausland beschleunigen und qualitätsbezogen vermitteln
  • Entlohnungsbedingungen verbessern

Die neue „Konzertierte Aktion Pflege“ mit den drei Ministerien Gesundheit, Arbeit und Familie ist seit Monaten programmatisch aktiv und will im Juni 2019 ihre Ergebnisse präsentieren.

Neben den Selbstverpflichtungen der Bündnispartner gilt es erfolgsversprechende und zukunftssichere Grundlagen herzustellen, die letztlich den Patienten, den Bewohnern und den pflegebedürftigen Menschen in ihrem jeweiligen Umfeld nutzen. Und vor allem aber müssen sie in den Praxisfeldern umgesetzt werden!

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