Sepsis – der unterschätzte Notfall im Gesundheitssystem

Tobias Gothow

Tobias Gothow, Geschäftsführer der Sepsis-Stiftung

Ein Beitrag von Tobias Gothow, Geschäftsführer der Sepsis-Stiftung.

In Deutschland erkranken jährlich 320.000 Patienten an Sepsis. Jeder vierte überlebt die Erkrankung nicht. Mit 75.000 Menschen entspricht dies in etwa der Einwohnerzahl von Bayreuth. Trotzdem sind die Symptome und Präventionsmöglichkeiten bei einer Sepsis in der Bevölkerung nicht bekannt. Das medizinisch geschulte Personal kennt zwar die Warnzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber bei einer Sepsis werden die Symptome oft zu spät oder gar nicht erkannt.

Eine Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist die schwerste Komplikation bei einer Infektion und führt zu lebensbedrohlichem Organversagen. Die Symptome bei einer Sepsis, wie Fieber und Schüttelfrost, Verwirrtheit, schneller Puls und verfärbte Haut an Armen und Beinen, sind leicht zu übersehen. Jedoch ist eine Sepsis im Anfangsstadium einfach zu behandeln. Je später die Diagnose erfolgt, desto schwieriger und umfangreicher wird die Therapie.

Sepsis ist ein Notfall und braucht daher eine frühzeitige Diagnose und Behandlung. Außerdem müssen die wissenschaftlichen Empfehlungen zu Impfschutz und Hygienemaßnahmen im Krankenhaus flächendeckend umgesetzt werden. Nur so lassen sich tausende vermeidbare Sepsistote jedes Jahr verhindern.
Mehr zum Thema Sepsis und zu Möglichkeiten der Prävention erfahren Sie bei einer Diskussionsrunde am Stand von Johnson & Johnson am 7. Juni 2018 um 13:30 Uhr im Ausstellungsforum des Kongresses, an der auch die Sepsis-Stiftung teilnimmt.

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